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Im Test seit651 Tagen

Was sich gegenueber dem Vorgaenger geändert hat

Anker hat die Solarbank 3 Pro im April 2026 als Premium-Modell eingefuehrt. Gegenueber der Solarbank 2 Pro sind drei wichtige Neuerungen drin:

Echte Notstrom-Funktion. Die Solarbank 3 Pro hat einen integrierten Umschalter, der bei Stromausfall in den Inselbetrieb wechselt. Das funktioniert allerdings nur für einen separat verkabelten Stromkreis, der ueblicherweise von einem Elektriker eingerichtet werden muss.

Native Tibber- und aWATTar-Integration. Die Solarbank kennt deine Spotpreise und entscheidet selbststaendig, wann sie aus dem Netz laedt und wann sie entlaedt. Das ist Premium-Niveau und kostet bei Wettbewerbern einen externen Smart-Plug oder ein Drittprogramm.

Smart-Meter-Interface ab Werk. Wenn du einen modernen Zaehler hast, kann die Solarbank über den Smart-Meter den Hausverbrauch live mitlesen und entlaedt zielgenau. Das hebt den Eigenverbrauch von 65 auf bis zu 80 Prozent.

Mehr über die Auswahl im Hauptartikel Balkonkraftwerk mit Speicher 2026.

Aufbau in der Praxis

Wir haben das Komplettset 1,6 kWh in einer Wohnung in Heidelberg aufgebaut. Lieferumfang: zwei 440-Wp-Module, eine Solarbank-3-Pro-Einheit, Halterung, Verkabelung, Schuko-Stecker. Zeitaufwand: knapp 2,5 Stunden für eine Person.

Die Solarbank-Einheit haengt an einer Wand und wird mit zwei Stockschrauben befestigt. Das Gerät ist mit 32 Kilogramm relativ schwer, aber zwei Personen schaffen das problemlos. Innen ist eine Wandhalterung ueblicherweise stabiler, im Außenbereich braucht es eine geschützte Aufstellung (z.B. Balkon-Brustung-Innenseite).

Die zwei Module kommen an die Außen-Seite der Balkonbruestung, mit einem Neigungswinkel von etwa 25 Grad in Südwest-Richtung. Die Befestigungs-Halterung von Anker ist robust und mit allen Schrauben geliefert, IP65-Schutz für den Außenbereich vorhanden.

Anschluss an die Solarbank ist Plug-and-Play, MC4-Stecker rasten ein. Den Schuko-Stecker steckst du dann einfach in eine normale Wandsteckdose im Innenraum (Wohnzimmer, Kueche, Buero). Mehr über den Schuko-vs-Wieland-Stand 2026 liest du im Recht-Spoke.

Die App: Maßstab im Markt

Anker investiert sehr viel in die App, und das merkt man. Die “Anker”-App hat dafuer einige Funktionen, die ihre Wettbewerber nicht haben:

Live-Dashboard mit Modul-Ertrag, Speicher-Stand, Hausverbrauch (wenn Smart-Meter vorhanden), Netzeinspeisung, alles in Echtzeit.

Verlaufs-Auswertung mit Tagen, Wochen, Monaten, Jahren. Du siehst genau, wie viel du gespart hast und wann.

Strategien: drei vorgefertigte Profile (maximaler Eigenverbrauch, maximale Arbitrage, kombiniert) plus eine custom-Strategie, in der du selber definieren kannst.

Notstrom-Konfiguration: welcher Stromkreis im Inselbetrieb unterstützt wird, mit Status-Anzeige.

Smart Charging: kann dein E-Bike oder Tesla automatisch zur billigsten Zeit laden, wenn dein Speicher voll ist.

Das einzige, was fehlt, ist eine echte offline-Steuerung mit vollem Funktionsumfang. Wer komplett ohne Cloud laufen will, sollte Marstek Venus E in Betracht ziehen, dazu mehr im Marstek-Ratgeber.

Lautstaerke und Verhalten

Anker hat in der Solarbank 3 Pro einen sehr leisen Luefter verbaut. Beim Test in einer ruhigen Wohnung haben wir bei voller Last (etwa 800 Watt Ein- und Ausgang) zwischen 22 und 25 Dezibel gemessen. Das entspricht etwa einem ruhigen Atemzug.

Im Standby (etwa 80 Prozent der Zeit) ist sie nahezu lautlos. Auch beim Hoch-/Runterfahren am Tagesanfang oder -ende gibt es keine hoerbaren Schaltgeraeusche. Das ist deutlich besser als EcoFlow STREAM Ultra X (bis 32 Dezibel) und auf Marstek-Venus-E-Niveau.

Wer den Speicher im Wohnraum aufstellt, hat keine Lautstaerke-Probleme. Im Schlafzimmer ist er ebenfalls unproblematisch.

Ertrag im Praxis-Betrieb

Wir haben die Solarbank 3 Pro mit 1,6 kWh Speicher in einem Single-Profil 60 Tage getestet (Mai bis Juli 2026, Heidelberg, Südwest- Balkon). Ergebnis:

  • Solarertrag total: 148 kWh in 60 Tagen
  • Direkt verbraucht: 35 kWh
  • In Speicher gelagert und abends entladen: 88 kWh
  • Eigenverbrauch insgesamt: 83 Prozent (123 von 148 kWh)
  • Netz-Einspeisung: 25 kWh

Bei einer Hochrechnung auf 12 Monate und unter Beruecksichtigung der Winterdaten kommen wir auf etwa 750 kWh Jahresertrag, davon 600 kWh Eigenverbrauch. Bei 35 Cent/kWh sind das 210 Euro Direktersparnis, plus zusätzlich etwa 80 bis 120 Euro Tibber-Arbitrage. Total: 290 bis 330 Euro pro Jahr.

Das matcht die Hersteller-Angaben sehr gut. Die Solarbank 3 Pro arbeitet im realen Betrieb so, wie sie verspricht.

Pro und Contra

Pro:

  • Echte Notstrom-Funktion (ab Werk integriert)
  • Native Tibber/aWATTar-Anbindung ohne Drittprogramm
  • Eine der leisesten Speicher (unter 25 dB)
  • Beste App im Markt 2026
  • Modular von 1,6 bis 9,6 kWh erweiterbar
  • IP65-Schutz, für Außen geeignet

Contra:

  • Kein vollwertiger Offline-Modus
  • Preisaufschlag gegenueber Marstek (300 bis 500 Euro)
  • Notstrom-Konfiguration braucht ggf. Elektriker
  • Bei voller Speicher-Erweiterung (9,6 kWh) sehr teuer (ca. 3.500 Euro)

Für wen ist die Anker SOLIX 3 Pro die richtige Wahl?

Ja, wenn:

  • Du Tibber, aWATTar oder Rabot nutzen willst
  • Du Wert auf eine gute App und Smart-Funktionen legst
  • Du modular ausbauen willst
  • Du Notstrom-Funktion ohne externe Lösung haben willst

Nein, wenn:

  • Du strikt offline (ohne Cloud) arbeiten willst → Marstek
  • Du den preisguenstigsten Speicher suchst → Marstek oder Zendure
  • Du eine sehr große Anlage mit mehr als 800 Watt-peak Wechselrichter willst → Sonderfall, keine Steckersolar-Lösung mehr

Die Alternativen prüfen wir im EcoFlow-STREAM-Ultra-X-Ratgeber und im Marstek-Ratgeber. Der Direktvergleich aller drei findet sich auf der Seite Top 5 Speicher 2026.

Nächste Schritte

Wenn die Anker SOLIX 3 Pro für dich passt:

  1. Set-Finder-Quiz durchgehen
  2. Preis prüfen direkt bei Anker SOLIX (Affiliate-Link)
  3. Im Marktstammdatenregister anmelden
  4. Tibber-Integration einrichten (falls vorhanden)

Mehr Hintergründe im Speicher-Übersicht und im Hauptratgeber Balkonkraftwerk 2026.