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Ein kompakter Heimspeicher mit einem Solarmodul dahinter im warmen Abendlicht, mittig vor einem gemütlichen Wohnzimmer — Sinnbild für ein Balkonkraftwerk mit Speicher.
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Balkonkraftwerk mit Speicher 2026: lohnt sich das?

Ein Speicher macht das Balkonkraftwerk erst richtig stark, vor allem zusammen mit dynamischen Stromtarifen. Diese Übersicht erklärt, ab wann sich die Mehrkosten lohnen, welche Speicherklasse zu dir passt und welche Systeme 2026 im Daten-Check überzeugen.

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Das gehört alles dazu

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Wer nach einem Schaltplan fürs Balkonkraftwerk mit Speicher sucht, sucht meistens ein einziges Bild. Genau das ist das Problem: Es gibt nicht einen Plan, sondern drei — und welcher gilt, entscheidet die Bauart deines Speichers. Bei der heute häufigsten Variante fällt sogar ein Bauteil komplett weg, das in jeder älteren Anleitung noch drinsteht.

Drei Ketten — welche gilt bei dir?

Die Bauart des Speichers entscheidet, wo umgewandelt wird.

Ohne Speicher

die klassische Kette

  1. Module
  2. Wechselrichter
  3. Steckdose

Speicher mit eingebautem Wechselrichter

DC-gekoppelt — ein Gerät weniger

  1. Module
  2. Speicher
  3. Steckdose

Speicher zum Nachrüsten

AC-gekoppelt — Wechselrichter bleibt

  1. Module
  2. Wechselrichter
  3. Speicher
  4. Steckdose

Blau markiert ist, wo umgewandelt wird. Genau diese Station verschiebt sich — und bei der mittleren Kette ersetzt der Speicher den Wechselrichter ganz. Am Ende steht immer dasselbe: 800 Voltampere ins Hausnetz.

Bauarten nach den Angaben von Anker SOLIX (DC-gekoppelt) und Marstek (AC-gekoppelt), Leistungsgrenze nach VDE FNN. Stand 08.09.2026.

Schaltplan fürs Balkonkraftwerk mit Speicher: zwei Bauarten, zwei Pläne

Der erste Schritt ist keine Verkabelung, sondern eine Frage: Was für ein Speicher steht da eigentlich? Danach richtet sich alles Weitere, und die beiden Antworten führen zu völlig verschiedenen Ketten.

Die eine Bauart nennt man DC-gekoppelt. Der Speicher hat auf der Vorderseite oder Unterseite eigene Anschlüsse für die Modulstecker. Anker SOLIX beschreibt für seine Geräte genau diesen Weg: Die Module werden an den Speicher-Eingang angeschlossen, und der Speicher regelt die Energieabgabe. Der Strom aus den Modulen kommt also als Gleichstrom im Speicher an und wird erst dort umgewandelt.

Die andere Bauart ist AC-gekoppelt. Dieser Speicher hat keine Modulanschlüsse, sondern einen ganz normalen Netzstecker. Marstek schreibt zum Venus E Gen 3.0, er arbeite nahtlos mit dem bestehenden netzgekoppelten Solarsystem zusammen — und zwar ohne Austausch des Wechselrichters oder Änderungen an der Anlage. Als Anschlussart nennt der Hersteller einen Haushaltsstecker.

Der Unterschied ist also nicht kosmetisch. In der einen Kette ersetzt der Speicher den Wechselrichter, in der anderen ergänzt er ihn. Wer das verwechselt, kauft entweder ein Gerät zu viel oder findet die passenden Anschlüsse nicht.

Woran erkennst du, welche Bauart dein Speicher ist?

Die Antwort steht am Gerät, nicht im Datenblatt. Es genügt ein Blick auf die Anschlüsse, und danach weißt du, welche der drei Ketten für dich gilt.

Schau, wohin die Modulstecker gehören. Hat der Speicher selbst Eingänge für MC4-Stecker — die runden, verpolungssicheren Solarstecker —, dann ist es die DC-Bauart. Die Module gehen direkt hinein, und ein separater Wechselrichter kommt in deiner Kette nicht vor.

Hat der Speicher dagegen nur einen normalen Netzstecker, ist es ein AC-Speicher. Marstek nennt für den Venus E Gen 3.0 als Anschlussart ausdrücklich einen Haushaltsstecker. Solche Geräte sehen die Module nie; sie arbeiten ausschließlich auf der Wechselstromseite.

Ein zweites Erkennungsmerkmal ist die Beschreibung im Datenblatt. Steht dort eine Angabe zum PV-Eingang, also zu einer Solar-Eingangsleistung in Watt, gehört der Speicher zur DC-Bauart. Steht dort nur eine Ausgangsleistung, ist es die AC-Variante.

Warum diese Unterscheidung so wichtig ist: Wer einen DC-Speicher kauft und noch einen Mikrowechselrichter dazu bestellt, hat ein Gerät zu viel. Wer umgekehrt einen AC-Speicher kauft, ohne einen Wechselrichter zu besitzen, hat eine Kette ohne Umwandlung — und damit keinen Strom im Hausnetz.

Wie wird ein Balkonkraftwerk mit Speicher angeschlossen?

Die kurze Antwort: in einer Kette, und diese Kette hat immer dieselbe Richtung — vom Modul über die Umwandlung zum Hausnetz. Nur die Station in der Mitte ändert sich.

Bei der DC-Bauart sieht die Kette so aus: Module, Speicher, Steckdose. Die Modulstecker gehen direkt in den Speicher. Der Speicher entscheidet, ob er den Strom einlagert oder sofort ins Hausnetz abgibt. Ein separater Mikrowechselrichter kommt in dieser Kette gar nicht vor.

Bei der AC-Bauart ist es: Module, Wechselrichter, Speicher, Steckdose. Der Wechselrichter macht wie bisher aus Gleichstrom Wechselstrom. Der Speicher hängt danach in der Leitung und puffert, was das Haus gerade nicht braucht.

Und ohne Speicher bleibt die schlichteste Kette: Module, Wechselrichter, Steckdose. Wer die drei Ketten nebeneinanderlegt, sieht sofort, warum ein einzelnes Bild nicht reicht. Die Grafik oben zeigt genau diese Gegenüberstellung.

Ein Hinweis, der oft untergeht: Diese drei Ketten beschreiben, was wohin gehört. Sie sagen nichts darüber, in welcher Reihenfolge du beim Aufbau vorgehst. Das ist eine eigene Frage, und sie wird weiter unten sauber getrennt.

Wie ist das Anschlussschema für einen Solarspeicher?

Ein Anschlussschema für einen Solarspeicher besteht aus vier Bausteinen, und es lohnt sich, sie einzeln durchzugehen — weil in jedem eine typische Verwechslung steckt.

Die Module. Sie liefern Gleichstrom. Ihre Stecker heißen MC4 und passen nur in eine Richtung. Ob zwei Module in Reihe oder parallel gehören, ist eine eigene technische Entscheidung; wie sie ausfällt und was das für Spannung und Stromstärke bedeutet, steht im Beitrag zu Solarmodulen in Reihe oder parallel.

Die Umwandlung. Hier sitzt entweder der Mikrowechselrichter oder der Speicher mit eingebauter Elektronik. Anker SOLIX weist darauf hin, dass Mikrowechselrichter oft zwei getrennte Eingänge mit unabhängigen MPPT-Trackern haben. Ein MPPT-Eingang ist die Regelung, die aus einem Modul die höchstmögliche Leistung holt. Zwei getrennte Eingänge bedeuten: Ein verschattetes Modul zieht das andere nicht mit herunter.

Der Speicher. Er ist im Schema keine Sackgasse, sondern eine Weiche. Er entscheidet laufend, ob Strom eingelagert, abgegeben oder durchgereicht wird.

Der Übergabepunkt. Das ist die Steckdose oder die Energiesteckvorrichtung. Hier endet dein Aufbau und beginnt die Hausinstallation. Genau an dieser Stelle gilt die Grenze, um die es im nächsten Abschnitt geht.

Diese vier Bausteine stehen in jedem der drei Pläne, nur in anderer Reihenfolge und teils in einem Gehäuse zusammengefasst. Wer das einmal verstanden hat, kann jeden Herstellerplan lesen, auch wenn die Kästchen dort anders heißen. Ein Speicher, der als „All-in-One” verkauft wird, vereint schlicht Umwandlung und Speicherung in einem Gerät — der Plan wird dadurch kürzer, nicht anders.

Was in keinem dieser Bausteine steckt, ist die Messung. Manche Systeme ergänzen einen Zähler, der dem Speicher meldet, wie viel das Haus gerade verbraucht. Der gehört nicht in die Kette der Stromleitung, sondern daneben — er steuert nur. Wer ihn im Schaltplan sucht, sucht an der falschen Stelle.

Gibt es einen Schaltplan für die Nachrüstung eines Speichers?

Ja — und es ist der Plan, den die meisten Anleitungen auslassen. Wer schon ein Balkonkraftwerk hat und einen Speicher ergänzen will, steht nämlich vor einer anderen Aufgabe als jemand, der neu kauft.

Beim Neukauf ist der DC-Weg naheliegend: ein Gerät, das Module und Speicher vereint. Beim Nachrüsten hast du aber bereits einen Wechselrichter am Balkon hängen, der funktioniert. Ihn auszubauen wäre unnötig.

Genau dafür ist der AC-Speicher gedacht. Marstek beschreibt für den Venus E Gen 3.0 ausdrücklich, dass er ohne Austausch des Wechselrichters und ohne Änderungen an der Anlage arbeitet. Im Plan heißt das: Deine bestehende Kette bleibt vollständig erhalten, und der Speicher wird auf der Wechselstromseite ergänzt.

Wo genau er in der Leitung sitzt, hängt am Gerät und am Messkonzept — das schreibt kein Hersteller pauschal, und wir behaupten es hier auch nicht. Verbindlich ist die Anleitung deines Speichers. Was das Nachrüsten insgesamt kostet, welche Geräte zueinander passen und was bei der Anmeldung zu beachten ist, behandelt der Ratgeber zum Balkonkraftwerk-Speicher nachrüsten.

Praktisch heißt das für deinen Plan: Du zeichnest deine bestehende Kette unverändert auf und hängst den Speicher hinten an. Nichts von dem, was heute funktioniert, wird angefasst. Das ist der große Vorteil dieser Bauart und der Grund, warum sie beim Nachrüsten fast immer die richtige ist.

Was du dabei prüfen solltest, ist die Ausgangsleistung. Marstek gibt für den Venus E Gen 3.0 0,8 Kilowatt als Standardwert an — das passt genau zur Grenze, die ohnehin gilt. Ein Speicher, der mehr abgeben könnte, bringt am Balkonkraftwerk nichts, solange die 800 Voltampere stehen.

Eine Sache solltest du dabei wissen: Der VDE hat bei der Vorstellung der neuen Produktnorm im November 2025 klargestellt, dass Steckersolargeräte mit Energiespeicher vom Anwendungsbereich dieser Norm nicht abgedeckt sind. Für dich heißt das nicht, dass etwas verboten wäre — nur, dass die Gerätenorm hier keine Antworten liefert und die Angaben des Herstellers umso wichtiger werden.

Schaltplan Balkonkraftwerk mit Speicher: 2 Module

Der Zwei-Modul-Aufbau ist der Normalfall und der einfachste Plan. Beide Module gehen mit ihren MC4-Steckern an die beiden Eingänge — entweder am Mikrowechselrichter oder, bei der DC-Bauart, direkt am Speicher.

Warum zwei getrennte Eingänge sinnvoll sind, hat einen praktischen Grund. Am Balkon liegt selten beides gleich in der Sonne: Ein Modul bekommt am Nachmittag Schatten vom Nachbarhaus, das andere nicht. Mit getrennten MPPT-Eingängen arbeitet jedes Modul für sich. Ohne sie richtet sich die ganze Anlage nach dem schwächeren.

Die Leistungsgrenze ist bei zwei Modulen normalerweise unkritisch. Zwei übliche Module liegen zusammen im Bereich, den eine Schuko-Steckdose abdeckt — dazu gleich mehr im Abschnitt zu den Grenzen.

Beim Stecken selbst gibt es zwei Details, die im Plan nicht auffallen, in der Praxis aber Ärger machen. Erstens: MC4-Stecker rasten hörbar ein. Wer keinen Klick hört, hat keine sichere Verbindung — und ein loser Kontakt ist an dieser Stelle nicht nur ein Ertragsproblem. Zweitens: Die Stecker sind verpolungssicher, aber Verlängerungen gibt es in beiden Ausführungen. Wer verlängert, achtet darauf, dass Stecker und Buchse zueinander passen.

Der zweite Punkt, den viele unterschätzen, ist die Kabellänge. Je länger die Leitung zwischen Modul und Umwandlung, desto mehr geht unterwegs verloren. Bei den üblichen Balkonlängen ist das zu vernachlässigen, bei zwanzig Metern über den Hof nicht mehr.

Was in diesem Plan nicht vorkommt, ist genauso wichtig: keine Mehrfachsteckdose, keine Steckdosenleiste, keine Verlängerung von zweifelhafter Qualität. Der VDE FNN warnt ausdrücklich davor, mehrere Anlagen über eine Mehrfach-Verteilersteckdose anzuschließen, weil es dabei zur Überlastung der Stromleitung und damit zum Brand kommen kann.

Schaltplan Balkonkraftwerk mit Speicher: 4 Module

Bei vier Modulen wird der Plan zum ersten Mal wirklich interessant, weil die Eingänge nicht mehr aufgehen. Zwei Eingänge, vier Module — irgendwo müssen zwei davon zusammengeführt werden.

Anker SOLIX beschreibt für diesen Fall, dass die Module je nach System entweder direkt angeschlossen oder über Y-Stecker parallel verschaltet werden. Der Effekt der Parallelschaltung: gleichbleibende Spannung bei erhöhter Stromstärke. Ein Y-Stecker ist dabei nichts anderes als ein Verteiler, der zwei Modulleitungen auf einen Eingang zusammenführt.

Welche Variante dein Gerät verlangt, steht in dessen Anleitung. Hier gibt es keine Regel, die für alle Speicher gilt — und wer die falsche wählt, riskiert im besten Fall Ertragsverlust, im schlechteren einen Defekt.

Für die Verkabelung mit vier Modulen und Speicher gilt zusätzlich die Grenze aus dem nächsten Abschnitt. Vier Module überschreiten schnell das, was an einer gewöhnlichen Schuko-Steckdose zulässig ist.

Ein praktischer Rat zum Y-Stecker: Er führt zwei Modulleitungen auf einen Eingang zusammen und erhöht damit die Stromstärke auf dieser Leitung. Genau deshalb ist er kein beliebiges Zubehörteil. Ob dein Gerät die zusammengeführte Stromstärke an einem Eingang verträgt, steht im Datenblatt — und nur dort. Ein Y-Stecker, der mechanisch passt, ist noch kein Beleg dafür, dass die Kombination zulässig ist.

Wer unsicher ist, kommt mit der einfacheren Lösung oft weiter: zwei Module an zwei getrennte Eingänge, statt vier über Verteiler auf dieselben zwei. Der Ertrag pro Modul ist dann höher, weil jedes seinen eigenen MPPT-Eingang behält.

Der Fall mit acht Modulen taucht in Suchanfragen zwar auf, aber keine belastbare Quelle beschreibt eine Verkabelung dafür. Was sich sagen lässt, ist die Leistungsseite: Mehr Module ändern nichts an den 800 Voltampere am Übergang, und oberhalb von 2.000 Wattpeak (Wattpeak ist die Leistung der Module unter genormten Testbedingungen) ist es kein Steckersolargerät mehr.

Balkonkraftwerk Verkabelung: wo die Grenzen im Plan liegen

Jeder Schaltplan endet an derselben Stelle, und dort stehen Zahlen, die nicht verhandelbar sind.

Der VDE FNN nennt für die Wechselrichterleistung maximal 800 Voltampere. Das Infoportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie beziffert dieselbe Grenze als 3,5 Ampere und 800 Voltampere. Und Anker SOLIX gibt für den Speicher-Aufbau ebenfalls 800 Watt Wechselstrom als maximale Ausgangsleistung an. Drei unabhängige Angaben, ein Wert.

Bei der Modulleistung entscheidet dagegen die Steckdose. An der gewöhnlichen Schuko-Steckdose sind laut Infoportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie 960 Wattpeak möglich. An einer Energiesteckvorrichtung sind es 2.000 Wattpeak. Welcher Stecker wann verlangt ist, erklärt der Beitrag zu Schuko oder Wieland nach DIN VDE V 0126-95.

Wichtig ist die Unterscheidung dieser beiden Zahlen. Die 800 Voltampere begrenzen, was hinten ins Hausnetz geht. Die 960 oder 2.000 Wattpeak begrenzen, was vorne an Modulen hängen darf. Beides sind verschiedene Enden derselben Kette, und sie werden ständig verwechselt.

Mehr Modulleistung als 800 Voltampere ist dabei kein Fehler, sondern Absicht. Module liefern ihre Nennleistung nur unter Testbedingungen; im Alltag kommt an einem bewölkten Vormittag ein Bruchteil davon an. Wer mehr Module anschließt, holt die 800 Voltampere über mehr Stunden des Tages — nicht höhere Spitzen, sondern eine breitere Kurve. Genau deshalb lohnt der Speicher: Er nimmt auf, was am Mittag über den Hausverbrauch hinausgeht.

Diese beiden Zahlen zusammen erklären, warum der Vier-Modul-Plan die Steckdosenfrage aufwirft und der Zwei-Modul-Plan nicht. Und sie erklären, warum ein Speicher die Einspeisung nicht erhöht: Er verschiebt den Strom in der Zeit, er hebt die Spitze nicht an. Marstek gibt für den Venus E Gen 3.0 entsprechend 0,8 Kilowatt als Standard-Ausgangsleistung an.

Balkonkraftwerk fest anschließen: was der Schaltplan dann zeigt

Manche wollen den Stecker loswerden und fest anschließen lassen. Am Plan ändert das weniger, als man denkt — an den Zuständigkeiten dagegen alles.

Die Kette bleibt dieselbe: Module, Umwandlung, Speicher, Übergabe ins Hausnetz. Nur der letzte Punkt ist dann keine Steckdose mehr, sondern eine feste Verbindung. Genau ab dort endet aber, was du selbst machen darfst.

Paragraf 13 Absatz 2 Satz 4 der Niederspannungsanschlussverordnung ist an der Stelle eindeutig: Arbeiten an der elektrischen Anlage darf außer dem Netzbetreiber nur ein Betrieb ausführen, der in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Es kommt also nicht auf die Ausbildung der einzelnen Person an, sondern auf die Zulassung des Betriebs. Wo die Grenze zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb genau verläuft, behandelt der Beitrag darf ich mein Balkonkraftwerk selbst anschließen.

Ob sich der feste Anschluss überhaupt lohnt, ist eine andere Frage. Der Stecker hat einen praktischen Vorteil, den viele erst spät bemerken: Er lässt sich ziehen. Bei Wartung, bei einem Umzug oder wenn ein Gerät getauscht wird, ist das die einfachste Trennstelle, die es gibt. Ein fest angeschlossenes System braucht dafür jedes Mal wieder den Fachbetrieb.

Unabhängig davon, ob du steckst oder fest anschließen lässt, kommt beim Speicher eine Meldung dazu, die es ohne ihn nicht gäbe — dazu gleich mehr.

Was beim festen Anschluss außerdem zur Sprache kommt: die Absicherung des Stromkreises. Welcher Schutzschalter wofür zuständig ist und was passiert, wenn beim Balkonkraftwerk die Sicherung fliegt, steht in einem eigenen Beitrag.

Der Speicher im Plan heißt auch: eine Meldung mehr

Diesen Punkt lassen fast alle Schaltplan-Anleitungen aus, und er kostet nichts außer zehn Minuten — wenn man ihn kennt.

Die bekannte Erleichterung lautet: Seit dem Solarpaket I meldest du dein Balkonkraftwerk nur noch im Marktstammdatenregister, der Netzbetreiber bekommt die Daten von dort. Das steht in Paragraf 8 Absatz 5a des Erneuerbare-Energien-Gesetzes — und es gilt für Steckersolargeräte.

Und genau da wird es interessant. Die gesetzliche Definition in Paragraf 3 Nummer 43 zählt vier Teile auf: Solaranlage, Wechselrichter, Anschlussleitung und Stecker. Ein Speicher steht dort nicht. Wer einen betreibt, hat streng genommen kein Gerät, auf das diese Erleichterung zugeschnitten ist.

Das Infoportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie zieht daraus zwei getrennte Wege: Ohne Speicher entfällt die Meldung beim Netzbetreiber. Mit Speicher ist sie vorgesehen. Die Verbraucherzentrale kommt zum selben Ergebnis.

Der praktische Teil ist harmloser, als es klingt. Innerhalb der Grenzen von 2.000 Wattpeak und 800 Voltampere beschreibt die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie den Weg als Laienanmeldung mit dem Formblatt F.1.2 nach der Anschlussnorm VDE-AR-N 4105 — du brauchst dafür keinen Elektriker. Erst oberhalb dieser Grenzen ist eine Anmeldung durch einen Fachbetrieb mit dem Formblatt F.9 vorgesehen.

Wichtig zur Einordnung: Melden ist nicht dasselbe wie um Erlaubnis fragen. Eine dort zitierte rechtliche Stellungnahme hält fest, dass in dieser Leistungsklasse keine Zustimmung und keine Abstimmung mit dem Netzbetreiber erforderlich ist. Wie dein Netzbetreiber das praktisch handhabt, klärt ein kurzer Anruf am schnellsten. Ins Marktstammdatenregister gehört der Speicher zusätzlich zur Anlage — wie das Feld für Feld läuft, zeigt der Ratgeber Marktstammdatenregister anmelden.

Was der Schaltplan nicht zeigt: die Reihenfolge beim Anschließen

Ein Schaltplan ist eine Landkarte, kein Fahrplan. Er zeigt, was mit was verbunden ist — nicht, in welcher Reihenfolge du die Verbindungen herstellst. Das werden erstaunlich oft verwechselt, und der Unterschied ist sicherheitsrelevant.

Beim Aufbau gibt es nämlich eine sinnvolle Abfolge, und sie ergibt sich nicht aus dem Plan. Sie hängt daran, wann Spannung anliegt und wann nicht. Wer die Module zuerst in die Sonne legt und dann steckt, arbeitet an einer bereits spannungsführenden Leitung.

Deshalb behandeln wir diese Frage bewusst nicht hier, sondern dort, wo sie hingehört: Der Ratgeber zum Balkonkraftwerk-Wechselrichter anschließen geht die Reihenfolge Schritt für Schritt durch, samt Werkzeug und den häufigsten Fehlern.

Diese Arbeitsteilung ist Absicht. Der Plan beantwortet das Was, der andere Beitrag das Wie. Wer beides zusammen braucht, liest den Überblick Balkonkraftwerk mit Speicher und geht von dort in die passende Tiefe.

Quellen und Belege

Die beiden Speicher-Bauarten stützen sich auf Herstellerangaben: Den DC-Weg — Module an den Speicher-Eingang, Speicher regelt die Abgabe — sowie die Angaben zu MPPT-Eingängen und zur Y-Stecker-Verschaltung bei vier Modulen beschreibt Anker SOLIX (13.03.2026). Den AC-Weg ohne Austausch des vorhandenen Wechselrichters beschreibt Marstek zum Venus E Gen 3.0. Die Leistungsgrenzen von 800 Voltampere und 960 beziehungsweise 2.000 Wattpeak nennen der VDE FNN (Stand 03.03.2026) und das Infoportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, das auch die drei einschlägigen Normen benennt. Dass die Produktnorm Geräte mit Speicher nicht abdeckt, geht aus der Vorstellung der Norm durch den VDE (14.11.2025) hervor. Wer an der festen Installation arbeiten darf, steht in Paragraf 13 Absatz 2 Satz 4 der Niederspannungsanschlussverordnung. Alle Angaben zuletzt geprüft am 8. September 2026. Zur genauen Einbaustelle des AC-Speichers in der Leitung nennen wir bewusst keine Vorgabe — das legt die Anleitung des jeweiligen Geräts fest.

Hinweis: Sorgfältig recherchierte, allgemeine Information; ersetzt keine Fachberatung. Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören in die Hand eines Elektrobetriebs, der in einem Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Maßgeblich ist immer die Anleitung deines Geräts. Alle Angaben ohne Gewähr.

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